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Aktuell

Familienzentrum im Schwedenheim gegründet -
Elf Einrichtungen in Cloppenburg bündeln ihre Aktivitäten
 

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Cloppenburg. Familien sind in der heutigen Zeit zahlreichen Belastungen und Anforderungen ausgesetzt. Unterstützung erhalten sie durch zahlreiche Angebote, unter anderem von kirchlichen Organisationen. Diese Angebote zu bündeln hat sich das Evangelische Familienzentrum Schwedenheim in Cloppenburg zum Ziel gesetzt, das jetzt von neun verschiedenen evangelischen Einrichtungen gegründet wurde. Mit dabei sind das Diakonische Werk Oldenburger Münsterland, der Diakonie-Kindergarten „Die Arche“, die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Cloppenburg mit dem Kindergarten Schwedenheim und der Evangelischen Öffentlichen Bücherei, die Paul-Gerhardt-Schule, die Evangelische Jugend im Kirchenkreis Oldenburger Münsterland, der Ortsverband Cloppenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe, die Johanniter -Jugend Cloppenburg, das Evangelische Jugendhilfezentrum Leinerstift und der Verband Christlicher Pfadfinder und Pfadfinderinnen Cloppenburg.
Alle Einrichtungen bieten bereits heute Unterstützung an für Familien mit Kindern, aber auch für Alleinerziehende und so genannte Patchwork-Familien, bei denen Kinder verschiedener Partner ganz oder zeitweise gemeinsam unter einem Dach leben. Die Angebote reichen von Hausaufgabenhilfe, über Gruppenstunden, Bücherausleihe, Gesprächsforen zu Erziehungsfragen, Erste-Hilfe-Ausbildung, Babysitterdienste bis hin zu regelmäßigen Festen für Jung und Alt. Das Familienzentrum versteht sich aber auch als Informationsdienst und Anlaufstelle für Familien mit besonderen Problemlagen. Standort des Familienzentrums wird das Schwedenheim sein. Es bietet sich aufgrund seiner zentralen Lage und seinem langjährigen Einsatz für Familien an. Die Angebote aber werden wie gewohnt auch  in den jeweiligen Einrichtungen stattfinden.
Angeboten werden unter anderem Sprachkurse, Elternberatung, Freizeiten und vieles mehr. Die Partner des Familienzentrums werden zukünftig ihre Angebote aufeinander abstimmen und weitere entwickeln, wenn deren Bedarf erkannt wurde. Dabei nutzen die verschiedenen Einrichtungen ihre vielfältigen Kompetenzen und stimmen sich bei regelmäßigen gegenseitigen Treffen ab. Weiterer wichtiger Punkt der Vereinbarung ist das gemeinsame Eintreten für die Belange von Familien in der Öffentlichkeit. Das Ev. Familienzentrum möchte Stimme sein für Familien in Cloppenburg und sich als Partner mit vielfältigen Kontakten für die Interessen von Familien stark machen.

 

Diakonie und donum vitae feiern gemeinsam  zehnjähriges Jubiläum
Festakt und Theaterstück „Gretchen reloaded“ im Kreishaus

 

10jahr-jubiZum zehnjährigen Jubiläum ihrer Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung hatten  die Diakonie Cloppenburg und der Verein donum vitae ins Kreishaus eingeladen.

„Mein besonderer Dank gilt den Beraterinnen, die ihre schwierige Aufgabe mit viel Einfühlungsvermögen und großem Verantwortungsbewusstsein wahrnehmen.“, betonte Landrat Hans Eveslage Auf diese Weise würde ein wichtiger Beitrag geleistet, um ungeborenes Leben zu schützen, so der Landrat.  „Der Kreistag hat für die Schwangerschaftsberatungen der Diakonie, donum vitae und SkF Defizitausgleiche bis 2013 bewilligt. „Damit möchten wir die umfangreiche Beratungs- und Präventionsarbeit der drei Träger sicherstellen“, unterstrich Eveslage.

Für donum vitae sei das Leben ein Geschenk, unterstrich Marlies Hukelmann, Vorsitzende von donum vitae, Regionalverein Cloppenburg. „Im Rahmen der Schwangerschaftskonfliktberatung ist es die Aufgabe der Beraterinnen, gemeinsam mit den Frauen und Paaren nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen und Perspektiven für eine gemeinsame Zukunft aufzuzeigen“ beschrieb Hukelmann die Aufgabe der Beratung. Zunehmend seien es finanzielle Sorgen, die eine positive Entscheidung für das Leben beeinflussen.

Das sensible Beratungsangebot sei gut eingebettet im kirchlichen und diakonischen Kontext, stellte Hans-Jürgen Hoffmann, Geschäftsführer der Diakonie fest. Gerade in der Konfliktberatung käme es auf die Haltung der Beraterinnen an, so Hoffmann. „Das zeigt sich insbesondere, indem sie unerträgliche Situationen aushalten  und wissen, dass es Situationen geben kann, in denen es nicht eine richtige oder falsche Lösung gibt“, sagte Hoffmann. Evangelische Beratung geschehe in der Überzeugung, dass das Leben des ungeborenen Kindes nur mit der Mutter und nicht gegen sie geschützt werden kann.

Zum Abschluss der Veranstaltung sahen die Besucher das Theaterstück „Gretchen reloaded“, ein Solostück zum Thema Teenagerschwangerschaften. In eindrucksvoller und beklemmender Weise zeigte die Schauspielerin Sonni Maier die Not und die Ängste einer minderjährigen Schwangeren.  Das Theaterstück lehnt sich an die Gretchentragödie aus Goethes „Faust“ an, die klassische Geschichte einer tragischen Teenagerschwangerschaft.

 

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